Zusammenfassung des am 10. Dezember bei Alzheimer-Deutschland erschienenen Artikels über die neue Studie zur Transkraniellen Pulsstimulation (TPS) bei Parkinson:

Hintergrund: Parkinson-Zahlen steigen – neue Behandlungswege gesucht
Morbus Parkinson ist die sich weltweit am schnellsten ausbreitende neurodegenerative Erkrankung. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Zahl der Betroffenen bis 2050 deutlich verdoppeln dürfte. Neben dem Faktor Lebenalter rücken zunehmend Umweltfaktoren und komplexe biologische Mechanismen in den Fokus der Forschung.
Es ist Zeit zu handeln! Die Forschung nach den wahren Ursachen muss intensiviert werden und ggf. müssen dann Produzenten bzw. Emittenden der betreffenden Giftstoffe zur Verantwortung gezogen werden!
Vor diesem Hintergrund wächst der Bedarf an zusätzlichen Therapieoptionen, vor allem für Patienten, bei denen Medikamente allein nicht ausreichen oder mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sind.
Was ist Transkranielle Pulsstimulation (TPS)?
TPS gehört zur Gruppe der nicht-invasiven Hirnstimulationen (NIBS).
Dabei werden von außen sehr niedrigenergetische mechanische Impulse (Stoßwellen) durch den Schädel ins Gehirn geleitet. Diese werden mit einem Navigationssystem zielgerichtet auf bestimmte Hirnregionen gerichtet – ohne Operation, Narkose oder Implantate. Frühere Studien deuten an, dass diese Impulse neuronale Prozesse modulieren können, z. B. jene, die mit Botenstoffen wie Dopamin oder Serotonin zusammenhängen, die bei Parkinson typischerweise gestört sind.
Die neue klinische Studie aus Italien
In der vorgestellten Arbeit von Paolo Manganotti und Kolleg:innen (veröffentlicht in Parkinson and Related Disorders) nahmen zehn Parkinson-Patienten im Alter zwischen 52 und 76 Jahren teil. Alle litten besonders unter Tremor-Symptomen. Die TPS-Behandlung wurde viermal ambulant über zwei Wochen durchgeführt.
Wesentliche Ergebnisse:
- Signifikante Verbesserung motorischer Symptome:Die klinischen Messwerte – darunter der UPDRS-Gesamtscore (Unified Parkinson’s Disease Rating Scale) und speziell der motorische Teil UPDRS-III – zeigten nach der TPS deutliche Verbesserungen. Besonders auffällig war die Verringerung des Tremors. Diese positiven Effekte waren nicht nur unmittelbar nach der Behandlung messbar, sondern hielten auch zwei Wochen danach an.
- Erhöhte Lebensqualität:Zusätzlich berichteten die Patient:innen über eine gesteigerte Lebensqualität, erhoben über den international etablierten Parkinson-Fragebogen PDQ-8.
- Sehr gute Verträglichkeit:Die TPS wurde als gut verträglich beschrieben – es traten keine relevanten Nebenwirkungen auf, was sie besonders für Patienten interessant macht, die Medikamente schlecht vertragen oder auf Standardtherapien nur begrenzt ansprechen.
Warum könnte TPS speziell auf Tremor wirken?
Ein Parkinson-Tremor entsteht nicht in den Muskeln selbst, sondern durch Fehlsteuerungen in bestimmten neuronalen Netzwerken zwischen Gehirnarealen wie dem motorischen Cortex, den Basalganglien und dem Thalamus. Diese Netzwerke koordinieren Bewegungen im normalen Zustand rhythmisch und fein abgestimmt. Bei Parkinson geraten die Rhythmen aus dem Gleichgewicht, was zu unkontrollierten Zittern-Bewegungen führt.
Die Forscher:innen vermuten, dass die mechanischen Impulse der TPS die neuronalen Netzwerke modulieren und „neu einstellen“ könnten, wodurch rhythmische Fehlsteuerungen reduziert werden – ein möglicher Mechanismus für die beobachteten Tremor-Verbesserungen.
Einordnung und Bedeutung der Studie
Obwohl die Ergebnisse vielversprechend sind, ist die Studie klein und ohne Kontrollgruppe. Deshalb sollten die Effekte mit Vorsicht interpretiert werden. Sie reiht sich aber in eine wachsende Evidenzlage ein, die zeigt, dass TPS bei Parkinson motorische Symptome positiv beeinflussen kann – und das ohne Operation oder starke Nebenwirkungen.
Zudem entsprechen diese Ergebnisse der klinischen Erfahrung vieler Behandler, die TPS im Praxisalltag einsetzen (oft im sogenannten Off-Label-Einsatz), und dort ebenfalls Verbesserungen in Beweglichkeit, Tremor-Kontrolle und Alltagsfunktion beobachten.
Aus wissenschaftlicher Sicht wird TPS aktuell als ergänzende (additive) Therapie eingestuft, die konventionelle Medikamente und physiotherapeutische Maßnahmen nicht ersetzt, aber potenziell sinnvoll ergänzt – insbesondere bei hohem Belastungsdruck trotz Standardbehandlung oder bei Unverträglichkeiten von Medikamenten.
Quelle:
erstellt mit Unterstützung von ChatGPT